Die Social-Trading-Plattform Zulutrade wurde von einem griechischen Investor gegründet und hat seinen Sitz auf Zypern sowie in den USA. Zulutrade ist seit 2007 auf dem Markt und funktioniert nach dem Prinzip des Copy-Trading: Trader geben „Handelssignale“, die sie mit anderen teilen können und dafür eine Provision erhalten. Die jeweiligen Follower sollen dabei ebenfalls profitieren, indem sie die Erfahrung und das Wissen der Signalgeber nutzen und mit ihnen entsprechend Gewinne machen – im besten Fall.

Denn der Forex-Handel, dem sich Zulutrade verschreiben hat, ist bekanntermaßen riskant und komplex gleichermaßen. Zulutrade will den Handel mit Forex auch Einsteigern zugänglich machen. Zu diesem Zweck werden Trader und Follower zusammengeführt mit dem Ziel, für alle – natürlich auch für die Plattformbetreiber selbst – eine ausgewogene Win-Win-Win-Situation zu schaffen. Die offene Handelsumgebung verbindet Trader weltweit, die untereinander ihr Wissen austauschen können.

Mittlerweile hat Zulutrade etwa 100.000 Nutzer in über 190 Ländern und verzeichnet ca. 500 Millionen Transaktionen im Jahr – Tendenz steigend. Auch unerfahrene Anleger können einsteigen und als Follower gezielt nach geeigneten Tradern mit den passenden Performance-Eigenschaften suchen. Dazu sind nicht unbedingt eigene Analysen oder Vorkenntnisse notwendig.

Zulutrade arbeitet mit über 40 Brokern zusammen und hat mit Triple A Experts (AAAFx) auch einen eigenen Broker. Aus diesem Grund variiert auch die Regulierung und ist vom jeweiligen Broker abhängig. Der Anleger sollte sich vorab genau über die regulierende Behörde informieren.

Finanzinstrumente

Bei Zulutrade wird ausschließlich mit Forex gehandelt. Übersetzt bedeutet das so viel wie „Handel mit Devisen“. Mit anderen Worten wird beim Forex-Handel also auf die Kursentwicklung einer Währung gegenüber einer anderen spekuliert. Dabei können alle üblichen Währungspaare gehandelt werden.

Demokonto

Auf dem kostenlosen Demokonto können die Trader über eine Laufzeit von 30 Tagen mit virtuellen 10.000 Euro handeln. Das „Übungskonto“ lässt sich ganz einfach eröffnen – entweder erfolgt die Anmeldung über das Facebook-Konto oder durch das Eröffnen eines Accounts mit Nutzernamen und E-Mail-Adresse.

Mit dem Assistenten für den Schnelleinstieg können Währung, Demokapital und Hebel für die Trades festgelegt sowie das Risiko und mindestens ein Top-Trader ausgewählt werden. Die Einstellungen können später noch geändert werden.

Einstieg und Funktionen

Für den Handel mit echtem Geld kann der Nutzer wählen zwischen einfachen und fortgeschrittenen Einstellungen. Letztere bieten für erfahrene Trader zusätzliche Funktionen an. Ansonsten wählt der Anleger seine Top-Trader selbständig aus und kann sie in sein Portfolio ziehen. In der Live-Konto-Version gibt es die nahezu gleichen Anwendungen wie auf dem Demokonto.

Die Mindesteinzahlung bei der Eröffnung eines neuen Kontos hängt vom Broker ab und fängt meist bei 300 Dollar an, wobei der Anbieter selbst einen Einstieg ab 500 Dollar empfiehlt. Neben US-Dollar können auch andere Währungen eingesetzt werden – wie beispielsweise Euro.

Meist bilden die Anleger (Follower) ein Portfolio aus mehreren Tradern. Deren Handlungen werden ohne weiteres Zutun des Followers zeitgleich und vollautomatisch auf dessen Konto ausgeführt. Zudem besteht die Möglichkeit, als Follower andere Follower zu kopieren. Zu diesem Zweck stehen über die „Kopierer“ ausführliche Informationen zu deren Performance zur Verfügung. Vermutlich wird der unerfahrene Anleger vor allem die erfolgreichsten Follower kopieren. Dennoch kann es passieren, dass er jemandem folgt, der die Strategien und Handlungen der Trades selbst nicht bis ins letzte Detail nachvollziehen kann. Inwieweit das die Risiken vergrößert, muss noch über längere Zeit beobachtet werden.
Die Oberfläche der Zulutrade-Handelsplattform ist ansprechend designt und wartet mit einer Vielzahl von Funktionen auf. Für Einsteiger kann dies anfangs etwas unübersichtlich wirken, doch wer sich eine Zeit lang damit beschäftigt hat, kommt gut damit zurecht und weiß die unterschiedlichen Features zu schätzen. Standardmäßig sind beispielsweise die Funktionen Take Profit und Stopp Loss. Zudem stehen Charts zur Verfügung bzw. die Möglichkeit, einen Metatrader zu nutzen.
Zulutrade ist über die Website sowie über das gesamte Angebot der mobilen Dienste erreichbar, wie zum Beispiel iPad, Phone oder Blackberry.

Trader

Bei Zulutrade kann potentiell jeder zum Signalgeber werden – die Eintrittshürden dafür sind niedrig. Wie gut oder schlecht der einzelne Trader ist, wird aus dem Ranking ersichtlich. Dieser ist bereits im einfachen Modus einsehbar.

Im fortgeschrittenen Modus kann der Anleger die Signalgeber nach unterschiedlichen Aspekten sortieren wie beispielsweise Gewinn, Drawdown, insgesamt getätigte Trades, Menge der profitablen Trades, durchschnittliche Handelszeit oder Anzahl der Follower. Die Basis sämtlicher Auswahlkriterien sind die tatsächlich realisierten Trades, welche vom kontoführenden Broker gemeldet werden. Zulutrade kann also hier nicht manipulierend eingreifen. Diese große Auswahl an Such- und Filterkriterien ist ein Pluspunkt von Zulutrade.

Die Entwicklung eines Traders kann zudem mithilfe visueller Symbole nachvollzogen werden – u.a. eine Sterne-Bewertung durch die Follower. Auch ein Kommentar kann von den Followern abgeben werden, der mithilfe des praktischen „Übersetzen-Buttons“ mehr oder weniger gut verständlich ins Deutsche übersetzt werden kann. Diese Funktion ist ein wichtiger Bestandteil des Social Trading, ermöglicht sie doch den Erfahrungsaustausch unter den Anlegern.

Die statistischen Werte der für den Vergleich ausgewählten Trader werden nebeneinander gestellt, so dass eine gute Übersicht für den Anleger gegeben ist. Die Traderprofile werden von Zulutrade sehr umfangreich zur Verfügung gestellt.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall, sich die Strategie der einzelnen Trader anzuschauen. Scheint diese sehr riskant oder entspricht sie nicht dem eigenen Anspruch, sollte die Entscheidung gegen diesen Trader fallen. Auf Zulutrade arbeiten zahlreiche Signalgeber ohne eigenen Kapitaleinsatz, sondern ausschließlich virtuell. In diesem Fall trägt allein der Follower das Risiko. Auch dies sollte vorher überprüft werden.

Zulutrade selektiert zwar seine Trader nicht, unterbindet aber zumindest extrem risikobehafteten Handel durch verschiedene Richtlinien. Auch werden keine Strategien mit 100 %iger Trefferquote unterstützt, da diese wahrscheinlich übermäßig riskant sind.
Kosten und Gebühren
Die Registrierung und Verwendung von Zulutrade ist für den Follower kostenfrei.

Kommunikation

Für die Kommunikation bietet Zulutrade mehrere Möglichkeiten. Zum einen die eingebundenen Social Media Kanäle, zum anderen ein Forum, in dem sich die Trader austauschen können. Mit den Bewertungskommentaren und der Übersetzungsfunktion ist eine weitere Informationsquelle gegeben. Außerdem haben die Trader die Möglichkeit, ihre Strategie, bestimmte Kurssprünge und ihre entsprechende Handlungsweise den Followern gegenüber zu erklären.

Die bei den betreffenden Währungspaaren bereitstehenden Kalender können die Trader als Informationsquelle nutzen, ob eine wichtige Entscheidung ansteht. In den Marketnews erscheinen regelmäßig Artikel über das aktuelle Marktgeschehen. Auf der Tradewall geht es besonders aktuell zu – hier kann abgelesen werde, welche Trader gerade welche Währungspaare handeln. Daraus kann sich ein wertvoller Trend ablesen lassen.

Besonderheiten

Ein Schwachpunkt ist die sehr einfache Vergütungsstruktur von Zulutrade. Die Trader werden pro gehandeltem Lot bezahlt. Oder vereinfacht ausgedrückt, wird ein Trader für jeden Handel vergütet, der in seinem Live-Konto generiert wird. Die Signalgeber werden also nicht dafür bezahlt, wieviel Gewinn zu erwirtschaften, sondern wieviel Kapital sie bewegen. Das kann so manchen Signalgeber zu riskanten Trades verführen, welche auch nicht von Zulutrade sanktioniert werden.

Um den riskanten Handel vorzubeugen, hat Zulutrade immerhin einige Mechanismen eingebaut. Zum Beispiel ist eine Maximalanzahl von Trades vorgegeben, die gleichzeitig laufen können.

Der Support bietet eine Auswahl an unterschiedlichen Methoden sowie mehrere Selbsthilfewikis. Es gibt ein Benutzerhandbuch für die Plattform sowie ein Handbuch für die Trop-Trader. Auch Lernvideos und Webinare werden geboten. Bei technischen Problemen oder anderen Fragen kann ein Online-Hilfe-Chat, eine Support-Mailadresse, ein Hilfeforum oder eine entsprechende Telefonnummer genutzt werden.

Risikomanagement

Zum Minimieren des Risikos gibt es den ZuluGuard. Über dieses System lassen sich mehrere Schutzschemen einstellen. Der Anleger kann hiermit seinen maximalen Verlust begrenzen, bestimmte Handlungen beim Überschreiten einer Verlustgrenze festlegen oder die Anzahl von Trades einschränken.

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